The Road to Banjhakateri-Part 1

Langsam zieht sich der tief hängende Nebel zwischen den Hügel zusammen und steigt hinauf, um mit den Wolken weiter zu ziehen und so nach und nach in der Abenddämmerung die Sicht auf immer mehr und immer höhere grüne Hügel und Berge in unserer Umgebung frei zu geben. Wir sind gegen 16 Uhr im Ort Tanzen angekommen, nachdem wir seit 5 Uhr morgens im neuen Jeep von Brepal kräftig durchgeschüttelt wurden.


Gestern Nachmittag hatten wir Klaus, der seit Freitag in Nepal ist und der Gründer und Leiter von „Brepal“ ist und Krishna, dem Organisator vor Ort in Kathmandu, getroffen und waren mit den beiden unterwegs gewesen, um noch ein paar letzte Besorgungen zu machen. Klaus war auf der Suche nach einem Behälter für das sterile Untersuchungsbesteck im Medical Center und in einem der sich aneinander reihenden Shops in der „medizinischen Shoppingstraße“ Kathmandus würden wir fündig. Das Konzept einer Straße mit prinzipiell miteinander konkurrierenden Läden, die alle die gleichen, teils sehr spezialisierten Waren anbieten war uns in Kathmandu schon öfter begegnet. So gab es eine Straße mit einem Buchladen nach dem anderen, dann eine mit Stoffgeschäften, eine für Eisenwaren etc. Wir waren nun in der Straße, in der man chemische Reagenzien, Blutzuckermessgeräte oder Behälter für OP-Zangen kaufen könnte.

Supplik-Shopping in Kathmandu
Supply-Shopping in Kathmandu

Nach diversen Ausflügen des Verkäufers in sein Warenlager fanden wir schließlich ein geeignetes Behältnis und nach einem kleine Zwischenstop in der Apotheke und einem Besuch im Büro von „Brepal“ trafen wir Krishnas Familie und beschlossen unseren letzten Abend in Kathmandu mit einer höllisch scharfen „Thukpa“ ( tibetanische Nudelsuppe). Viel Zeit den Abend mit Krishnas liebenswerter Frau und Tochter zu verbringen, in deren Haus wir übernachteten, blieb leider nicht, da wir früh morgens aufbrechen wollten – es hieß also früh zu Bett.
Mit nur 5 Minuten Verspätung stand unser Fahrer vor der Tür. In der Vergangenheit hatte Brepal seine Gastärzte öfter mit den lokalen Minivans transportiert oder Jeeps gemietet, nun sind sie aber im Besitz eines eigene Wagens mit angestelltem erfahrenen Fahrer, der Klaus, Krishna, Marcel und mich sicher und so komfortabel wir eine 2-tägige, insgesamt Ca 17 stündige Fahrt über Nepals Straßen halt sein konnte, nach Banjhakateri bringen sollte.

Unser Gepäck, Klopapier und medizinische Ausrüstung für Banjhakateri
Unser Gepäck, Klopapier und medizinische Ausrüstung für Banjhakateri

Obwohl wir schon um 05:30 den Ortsausgang von Kathmandu erreichten (Richtung Westen der einzige Weg aus der Stadt), trafen wir auf Unmengen von LKWs die Waren aus Indien ins Kathmandutal brachten. Auch die Langstrecken-Nachtbusse aus anderen Regionen Nepals kamen langsam an. Unser Jeep überholte mehrere vollbeladene Laster, die sich die Serpentinen in den das Kathmandutal einkesselnden Bergen hinaufquälten. Die Straßenverhältnisse waren- sagen wir mal „wechselhaft“. Während einige der Straßen auf denen wir unterwegs waren sich in durchaus annehmbarem Zustand befanden, glichen andere einer von tiefen Kratern durchzogenen Mondlandschaft und trotz beqeuemer weicher Sitze war das Fahrerlebnis vergleichbar mit einer Fahrt auf einer der alten Holzachterbahnen im Vergnügungspark (wer diese schon einmal benutzt hat wird wissen was ich meine). Ich war froh meine Reiseübelkeitstabletten griffbereit zu haben, und kurze Zeit später ruhte mein Kopf auf dem Aufblaskissen und ich wurde mal mehr, mal weniger sanft in den Schlaf geruckelt. Es gab eine Frühstücksstop und einen Stop zum Mittagessen sowie „Pipipausen“ nach Bedarf.

Mittagspause mit Blick über den "Regenwald"
Mittagspause mit Blick über den „Regenwald“

Der Weg nach Tanzen führte uns an braunen, schlammigen und nach dem Monsoon fast überquellenden Flüssen entlang durch die tropische Landschaft des Terrai, die sich deutlich von der des Kathmandutals unterscheidet und eher dem indischen Urwald aus dem Dschungelbuch ähnelt, als dem Hochland, das sich wohl die meisten Europäer unter Nepal vorstellen. Wir sind gespannt, was die nepalesische Landschaft uns morgen noch bietet.

 

ps. Sorry für die schiefen Bilder..die Verbindung ist zu lahm um die auf dem Blog ordentlich zu drehen und hab’s schon hochgeladen gehabt als ich merkte dass das Format nicht stimmt 🙂

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