Erster Tag Kathmandu: Reizüberflutung!

Gestern Abend jahreszeitengemäße Ankunft im Regen (die Monsunzeit soll noch ca 1 Monat lang anhalten) am Tribhuvan International Airport in Kathmandu. Birats Bruder und Papa holen uns am Flughafen ab, nachdem wir erfolgreich den Taxi- Anbietern ausweichen konnten, die so eindringlich behaupteten, man habe nach der Gepäckabholung zunächst an ihren Stand zu kommen, dass wir sie zunächst für Zollbeamte oder Angestellte der Immigrationsbehörde hielten. „Nein Danke- ein Freund holt uns ab“ – eine gute Ausrede und ein gutes Gefühl. Zur Begrüßung gibt es einen Schal und zuhause leckeres nepalesisches Essen. Nach der langersehnten Dusche fallen wir erschöpft ins Bett.

Am nächsten Morgen- der um uns herum mit Hundegebell und Autolärm sehr viel früher beginnt als wir uns dann tatsächlich durchringen können ihn zu begrüßen ( nämlich um 12 Uhr :)) planen wir unsere erste Erkundungstour durch Kathmandu. Die Ring-Road – laut, staubig, voll und ampellos – führt uns zum Pashupatinath Tempel, wo es ohne Autos schon gleich viel ruhiger wird. Als nicht-Hindus dürfen wir den Tempel nicht betreten, aber das bunte Treiben in der Umgebung ist schon interessant genug. Zahllose kleine Stände verkaufen Ketten, buntes Pulver, Kräuter, eine Schar von Menschen verteilt sich über das Tempelgelände und in den umliegenden Straßen, hier und da wird (wieder auf-)gebaut, eine kleine Gruppe Affen turnt in den Bäumen oder durchsucht den Müll nach schmackhaften Resten. Weiter geht es zurück zur Hauptstraße, auf der sich der Verkehr -hauptsächlich bestehend aus unzähligen Motorrädern und bis zum Bersten gefüllten Microbussen, aus deren Türen die voraussichtliche Route den potentiellen Kunden am Straßenrand zugerufen wird- auf wundersame Weise ohne sichtbare Spuren, Schilder oder Ampeln in stetigem Fluss seinen Weg bahnt und den Staub von der ungeteerten Straße aufwirbelt. Viele Passanten tragen einen Mundschutz. Die Kuh am Straßenrand scheint weder das Hupen – offenbar Gruß, Einladung ins freie Taxi und Warnsignal zugleich – noch der 2 cm an ihrer Flanke vorbeiruckelnde Minibus zu stören. An einigen größeren Kreuzungen sorgt ein Polizist auf einer Verkehrsinsel für Ordnung. Die Bürgersteige sind gesäumt von kleinen Shops in denen alles vom Handy bis zur Schnur als Meterware und selbsgezimmerten Schränken verkauft wird.

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Bunte Gebetsfahnen und klingelnde Glöckchen kündigen uns an, dass wir unser nächstes Ziel, den Stupa von Bodnath, eines der größten buddhistischen Heiligtümer, erreicht haben. Im Uhrzeigersinn kreisen hier Mönche, Anwohner und Touristen um die riesige Halbkugel, deren Spitze leider nicht wie noch auf älteren Bildern von langen Leinen mit Gebetsflaggen geschmückt ist und golden erstrahlt, sondern als Folge des Erdbebens mit einem Gerüst umbaut ist und noch restauriert wird. Trotz Baustelle, Menschenmengen und den Platz säumenden kleinen Ständen, an denen der angehende westliche Buddhismusschüler alles erstehen kann was ihn der Erleuchtung näher bringt, strahlt der Ort eine gewisse Ruhe aus. Besonders von einer der Dachterassen aus, auf der wir uns einen kleinen Snack mit Aussicht gönnen, wirken die kreisenden Menschenschwärme fast ein wenig hypnotisierend. Von der benachbarten Dachterassen aus, auf der zwischen bunt flatternden Gebetsfahnen gerade eine ganze Batterie von Öllämpchen angezündet wird, winkt und ein Mönch herüber, also statten wir dem sich dort befindenden Kloster (wie der Reiseführer enthüllt) auch noch einen kleinen Besuch ab und machen uns dann auf den Heimweg.

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Bodnath Stupa
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Gebetsmühle im buddhistischen Kloster

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Charumati-Stupa
Charumati-Stupa

 

2 Kommentare

  1. Also ich muss sagen, ich habe es genossen eure ersten Beiträge zu lesen und eure ersten Bilder zu bewundern . Ich bin gespannt auf das was da noch kommt . Genießt die Zeit und passt auf euch auf! Big B.

  2. Pues asi que ya estas por Nepal!!….Ahora os seguire por aqui 😉 disfruta del experiencia Cathrin!!

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