Kurzer Überblick über den ersten Arbeitstag

Um 8.30 Uhr sollten wir uns im Besprechungsraum des Scheer Memorials im dritten Stock einfinden. Neben den Kolleginnen des Nachtdienstes waren wir um 8.25 Uhr die ersten – deutsche Pünktlichkeit 🙂

Die in der Nacht zuvor aufgenommenen Patientinnen und Patienten wurden vorgestellt. Im Anschluß ging es zur Visite. Zunächst Intensivstation und dann alle weiteren internistischen Stationen. Und hier direkt die ersten „Kolibris“ für uns Deutsche: Insektizidvergiftung (Organophosphate) und über den Tag verteilt vier Fälle von Typhus (Info für alle sich sorgenden [Eltern]: Wir sind gegen Typhus geimpft). Ab 10.40 Uhr ging es in die Ambulanz, nicht ohne vorher noch eine Kleinigkeit zu frühstücken.

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Ausblick aus der offenen Kantine aufs Gebirge. Auch wenn es anders aussieht, es regnete heute nicht.

In der Ambulanz werden dann die verschiedenen Patienten untersucht und weitere Untersuchungen angeordnet. Die Patienten bezahlen zunächst eine Pauschale von 40 Rs (ungefähr 35 Cent) für die Untersuchung und im Anschluß für jede weitere einen Betrag an der Kasse. Dann erst können sie die Untersuchung durchführen lassen.

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Stillleben mit Krankenhaus (hinten mittig) und Bürokomplex (hinten links), sowie Pförtner (vorne rechts), Rettungswagen (vorne mittig) und Wachschutz (vorne links). Aufgenommen aus Richtung unseres Apartementkomplexes.

 

Von 13-14 Uhr ist Mittagspause. Diese nutzten wir neben dem Essen zum Wäsche waschen und Wasser desinfizieren. Im Anschluß werden dann weitere Patientinnen begutachtet bzw. die vom Vormittag kommen mit den Befunden vorbei und ein Abschlußgespräch findet statt. Um 16 Uhr wird die Ambulanz geschlossen und es ist Feierabend.

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Diese Stiftertafel begrüßt einen am Haupteingang. Viele andere Flügel oder Stationen sind ebenfalls durch Spenden realisiert worden – die pädiatrische Intensivstation durch australische Spenden zum Beispiel.

Beim Hanteltraining mit einem Fenster ist mir dieses in tausend Teile zerbrochen. Geflickt wird es bestimmt morgen. Ich trainiere dann lieber mit dem Schrank oder dem Bett.

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Dieses Bild wurde um 8.22 Uhr aufgenommen. Der aufmerksame Leser kennt nun die Dauer unseres Arbeitsweges.
morzl
Arzt in Ausbildung zum Internisten. Auf dem Weg nach Nepal.

Ein Kommentar

  1. Hallo, liebe Globetrotter!
    Sehr gut, dass ihr jeden Tag in euer Tagebuch schreibt. Dann könnt ihr später mal alles erlebte zurück in Erinnerung rufen und wir bekommen immer Bescheid über eure Aktivitäten. Wir warten schon mit Spannung auf jede neue Nachricht und hoffentlich bleiben die technischen Voraussetzungen so, dass wir weiter in Verbindung bleiben. Den Berichten nach habt ihr ja schon jede Menge schöner Dinge gesehen, diese kulturelle Vielfalt können wir in Deutschland wohl nicht bieten. Also noch viel Spaß, seid immer recht vorsichtig.
    Wir wünschen euch alles Gute!
    Mama und Papa

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